Was die Parteien zur Inklusion versprechen

Am 24. September 2017 wird in Deutschland der nächste Deutsche Bundestag gewählt. Drei Monate vor diesem Termin hat die Zeit der „Wahlversprechen“ längst begonnen. Aber was versprechen uns die Parteien eigentlich ? Was versprechen sie zu tun, wenn sie denn in Regierungsverantwortung gewählt sind ? Kobinet-Redakteur Jens Wegener hat sich einmal durch die 490 Seiten bisher vorliegender Wahlprogramme gelesen und aufgeschrieben, was er unter dem Stichwort „Inklusion“ in diesen Programmen gefunden hat.

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Ressourcen für Beteiligung auf Augenhöhe fehlen

Die Partizipation von Menschen mit Behinderungen an politischen Entscheidungsprozessen war Schwerpunkt der 25. Verbändekonsultation des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin. Die dort angesiedelte Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und die vertretenen Verbände mahnten dabei an, dass die Ressourcen für eine Beteiligung auf Augenhöhe meist fehlen.

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Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes erörtert

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde im Dezember letzten Jahres mit den Stimmen der Regierungskoalition im Bundestag beschlossen. Auch im Bundesrat fand das Gesetz mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD und den Grünen seine Mehrheit. Die daraus resultierenden Auswirkungen, insbesondere für AssistenzehmerInnen, wurden am 22. und 23. Juni bei der Bildungs- und Informationsveranstaltung des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (INITSA) mit hochkarätigen ReferentInnen in Berlin erörtert.

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Sommerfest vkmbH auf dem Trammplatz

Das einjährige Bestehen der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen war unserem Verein schon ein Fest wert. Das Programm auf dem Trammplatz konnte sich sehen lassen

Blind Fondation mit ihrem Song "Inklusion" machte den Anfang.

Die Gruppe MaraDea, Infos hier, folgte mit verschiedenen Tänzen aus der Richtung "Tribal Style Danc". Tribal Style ist ein moderner Gruppentanz, der auf Elementen orientalischer, asiatischer und nordafrikanischer Tänze basiert. Bewegungen und Schrittkombinationen unterliegen einem Reglement, das es einer beliebigen Anzahl von Frauen ermöglicht, frei und ohne Choreographie miteinander zu tanzen.

 

 

Auch Marco Tenhagen mit seiner Band und der Western-Musik konnte begeistern.

Fachtagung Berufswegeplanung

Die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen Hannover und Region führte am 23. Juni 2017 eine Fachtagung zum Thema "Berufswegeplanung" durch. 100 Personen hatten Interesse, diese Veranstaltung zu besuchen. Trotz dicht gedrängtem Programm, waren Nachfragen und Positionsbeschreibungen möglich. Nach einer Eröffnung durch Klaus Müller-Wrasmann, der den erkrankten Vorsitzenden Klaus Dickneite vertrat, führte die Leiterin der Beratungsstelle, Kirsten Glindemann, in die Inhalte (hier -> KLICK <- herunterladen) ein.

 

Konstanze Beckedorf, Sozial- und Sportdezernentin Stadt Hannover begrüßte nicht nur die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rathaus, sondern stellte auch heraus, dass die Stadt Hannover
die inklusive Maßnahmen  durchführt, vielfältige Förderungen entwickelt und in diesem Jahr den sechsten
"Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft" vergeben hat, weitere Infos finden Sie hier.

Prof. Dr. Eberhard Grüning, Europa-Universität Flensburg stellte die Ergebnisse seiner Untersuchungen "Erwartungen von Arbeitgebern und Denkansätze" an die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen vor. Darin war auch enthalten, wie ein Berufsschulzentrum soweit in seiner Lehre umgestaltet wurde, dass auch Menschen mit Behinderungen am Berufsschulunterricht teilnehmen können. Details seiner Vortrages finden Sie hier.

Christian Paluch, BNW (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft) stellte in seinem Vortrag die Bemühungen der Niedersächsischen Wirtschaft dar, auch Menschen mit Behinderungen Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Weitere Infos hier.

Daniela Kosuch, IB Göttingen stellte mit ihrer Kollegin das Projekt "EiBe", das in Göttingen realisiert wird, vor. Details können entnommen werden unter -> KLICK <-. Ein Zeitungsartikel über das Projekt in Göttingen ist in der HNA ( Hessische/Niedersächsische Allgemeine) erschienen. Link dazu hier

Die Materialien von Frau Kosuch finden Sie hier:

EiBe PowerPoint Präsentation

Kurzkonzept EiBe

Sandra Stein, Referentin im Büro Behindertenbeauftragte Land Niedersachsen beschrieb in ihrem Beitrag
nicht nur die Arbeit der Behindertenbeauftragte, sondern stellte heraus, dass in dieser Arbeit nun besonders
auf die Förderung der Menschen mit komplexen Behinderungen geachtet wird.

Mareike Wulf, Geschäftsführerin, Unternehmerverbände Nds. stelle schon eingangs bei ihrem Beitrag heraus, dass die
Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in erster Linie eine beschäftigungspolitische Maßnahme sei, dem durchaus
zugestimmt werden kann. Im Hinblick auf den erwarteten Fachkräftemangel sei es auch eine kluge betriebs- und unternehmenspolitische Entscheidung, sich in dieser Frage zu öffnen.

Linda Horn, Inklusions-Kompetenz-Team Handwerkskammer Han. erläuterte die Arbeitsweise ihres Teams, die mit praktischen
Tipps Handwerksbetrieben mit Rat und Tat zur Verfügung steht, mit denen die Inhaber bzw. ihre für Personalfragen zuständigen
Personen davon überzeugt werden können, Menschen mit Handicaps zu beschäftigen. Vor allem müssen Vorurteile abgebaut werden. 

Angelika Ebeling, Sprecherin des behindertenpolitischen Arbeitskreises bei ver.di in Niedersachsen und Bremen
berichtete über ihre Erfahrungen in der betrieblichen Praxis bei der Einstellung von Menschen mit einer Schwerbehinderung.
Im öffentlichen Dienst werden vielfach mehr Personen beschäftigt als in privaten Dienstleistungen. Wenn die handelnden Personen
vertrauensvoll zusammenarbeiteten, woran es in der Privatwirtschaft oft mangele, könnte der Anteil dieses Personenkreises deutlich erhöht werden.

Heike Döpke, Geschäftsführung Arbeitsagentur Hannover, und Rainer Göbel, Bereichsleiter BIC (Beratung/ Integration), Jobcenter Region Hannover
stellten ihre neue Arbeitsstrukturen vor und verwiesen darauf, dass nun Personen, die sich in Behindertenfragen auskennen, nur für diesen Personenkreis zuständig seien.
Dieses Fachpersonal arbeite eng mit den Betrieben und Unternehmen zusammen und suchten sie, ggf. zusammen mit den Ratsuchenden, auch auf.

Infoveranstaltung Barrierefreie Gesundheitsdienstleistungen

Menschen mit Behinderungen, Senioreninnen und Senioren und weitere Bürgerinnen und Bürger diskutierten und informierten sich über Anforderungen zu barrierefreie Dienstleistungen bei Gesundheitsdienstleistungen.

Initiativkreis gebildet von/vom:

  • + vkmb-h
  • + SoVD Buchholz-Bothfeld
  • + BSK Hannover
  • + Deutscher Schwerhörigenbund
        Hannover (DSB)
  • + Verkehrs-AG Hannover
  • + AK Wohngruppen der GiB

Der Veranstaltung am 17. Juni 2017 im Stadtteiltreff Sahlkamp lag der -> hier herunterladbare <- Ablaufplan zugrunde.

Bewohnerinnen und Bewohner aus einer Behinderteneinrichtung in Bothfeld und weitere Bürgerinnen und Bürger machten eingangs in Sketchen die Problemlagen deutlich. Diese Beispiele wurden anschließend um weitere Gesichtspunkte erweitert.

Frau Schmidt,
die als Architektin in einem beim Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen in einem Sonderprojekt "Barrierefreiheit innerhalb von Gebäuden" beschäftigt ist, gab vielfältige fachliche Tipps zum Thema. Sie ging vor allem auf die Anforderungen der unterschiedlichen Behindertenarten ein.

Helmut Beermann, Arzt, und Dr. jur. Specker, Geschäftsführer, Kassenärztliche Vereinigung Bezirk Hannover, gingen in einer Abschlussdiskussion unter der Moderatorin von Dr. med. Thela Wernstedt, MdL, auf die jeweiligen Fragestellungen ein. Vor allem Herr Dr. Specker verwies auf die auch in Papierform bestellbaren Praxistipps, wie eine Arztpraxis barrierefrei gestaltet werden kann.

Diese Unterlagen können bei der Vereinigung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung angefordert und/oder im Internet über die Adresse -> KLICK: http://www.praxis-tool-barrierefreiheit.de <- heruntergeladen werden.

Für die Weiterarbeit am Thema gelten die nachstehend herunterladbaren Unterlagen weiter uneingeschränkt:

Déjà-vu? Pauschales Pflegegeld

Seit Januar dieses Jahres geht ein Gespenst um in Deutschland. Aufgrund von Gesetzesänderungen streichen Sozialämter vielen Beziehern das anteilige Pflegegeld. Angeführt werden Paragraf 63b SGB XII, und zwar entweder die Absätze 4, 5, 6 oder die Behauptung, mit „Besonderen Pflegekräften“ wären Sachleistungserbringer, keinesfalls jedoch das Arbeitgebermodell gemeint.

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Andere Leistungsanbieter – eine Alternative zur Werkstatt?

 

Ulrich Scheibner von der virtuellen Denkwerkstatt, eine Allianz zukunftsorientierter Werkstattfachleute, hat die kobinet-nachrichten auf ein Thema aufmerksam gemacht, das derzeit in Kreisen der Werkstätten für behinderte Menschen diskutiert wird. Es geht um die im Bundesteilhabegesetz verankerten „Anderen Leistungsanbieter in § 60 BTHG, die zukünftig eigentlich eine Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen darstellen sollen. Dazu hat die Denkwerkstatt vor kurzem einen kritischen Brief an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller, versandt.

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Toilette für alle

Für besondere Bedürfnisse: „Toilette für alle“

Bislang gibt es in Norddeutschland keine öffentliche Toilette, die auf die Bedürfnisse von schwer körperlich Behinderten zugeschnitten ist. Nun wurde die erste in Oldenburg eröffnet. mehr

Selbst Aktiv begrüßt klares Signal zur Inklusion

Selbst Aktiv, die Arbeitsgemeinschaft der Menschen mit Behinderungen in der SPD, begrüßt die klare Aussage der niedersächsischen Landtagsfraktion der SPD zur Fortsetzung und Stärkung inklusiver Bildung in Niedersachsen. Die Landtagsfraktion hatte sich während der Klausurtagung in Wilhelmshaven deutlich zur Inklusion bekannt und angekündigt, dass 800 neue Stellen zur Unterstützung der Inklusion an Schulen geschaffen werden sollen.

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Weg für barrierefreien Notruf frei

Der Deutsche Bundestag macht den Weg für den barrierefreien Notruf frei. In der 231. Sitzung wurde über den von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf entschieden und in Verbindung mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes abgestimmt sowie damit der Weg zum barrierefreien Notruf frei gemacht.

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Inklusionsseminare im Angebot

Seine jahrzehnte lange Erfahrung als Referent im Büro des bzw. der Landesbehindertenbeauftragten von Niedersachsen bringt Detlef Jähnert nun nach seinem Übergang in den „Ruhestand“ bei der Durchführung von Seminaren zur Inklusion ein. Hierfür hat er das Projekt Inklusionsseminare gegründet.

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Baustelle Inklusion in Niedersachsen

Dass es in Niedersachsen noch viel in Sachen Inklusion zu tun hat, das erlebt die Inklusionsbotschafterin Diana Hömmen aus Löningen tagtäglich. Mit einer Veranstaltung unter dem Motto „Inklusion als Menschenrecht“ zeigte sie auf, wie es gehen kann, wenn man will.

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Schulinklusion am Scheideweg

Was ist denn inzwischen aus der Schulinklusion geworden? Die ist doch jetzt ein Menschenrecht, vorgeschrieben durch die UN-Behindertenrechtskonvention und unterschrieben von der Bundesregierung. Oder ist die Inklusion nur eine Illusion?

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